Epileptische Anfälle nach Operation

Amely

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Liebe Rett-Familie,

Nele hatte vor 2,5 Wochen ihre Skoliise-OP. Diese verlief sehr erfolgreich und ohne Komplikationen. Kurz vor der Entlassung aus dem Krankenhaus, ezwa am 5. Tag nach der OP, bekam sie kurze Anfälle. Diese sind seitdem fast täglich aufgetreten, bis gestern zum Glück ohne Buccolam, heute musste ihr leider etwas gegeben werden. Sie ist ansonsten medikamentös gut eingestellt mit Lamotrigin und Sultiam. Aber seit der OP ist alles durcheinander. Kann das noch von den Schmerzen kommen? Wobei das komisch ist, dass sie diese Reaktion erst Tage später gezeigt hat. Sie bekommt auch noch täglich Schmerzmittel, Paracetamol und Novalgin. Kann das eventuell davon kommen? Ich frage mich, wie ich ihr helfen kann und hoffe sehr, dass sie deshalb nicht schon wieder im Krankenhaus landet.
 
Hallo Amely,
Es ist gut möglich, dass Nele als Folge der OP/Medikamente mehr Anfälle hat. Bei meiner Tochter Jette(24) lässt sich die Epilepsie leider nicht so einstellen, dass sie anfallsfrei ist. Besonders in der Pubertät hat Jette häufiger und stärker gekrampft, wenn sie krank war, etwas sehr anstrengend war oder sie nicht genug geschlafen hatte. Danach hat es sich dann wieder normalisiert. Ich würde erstmal abwarten. Zur Sicherheit könnt ihr die Anfälle protokollieren und bei weiteren Fragen ihrem Neurologen vorlegen. Übrigens sind Jettes Anfälle nach der Pubertät deutlich zurückgegangen.
Alles Gute für Euch!
Liebe Grüße Birthe
 
Hallo Amely, Sofia hatte in ihrem Leben erst eine Narkose, die war relativ kurz. 30 Minuten ca. Sie war danach mehrere Tage sehr verändert, sehr ruhig. Das ist bei Sofia ziemlich ungewöhnlich. Ich kann mir gut vorstellen dass eine Narkose, und vor allem eine so lange wie bei Skoliose-OPs normalerweise nötig ist, im Gehirn erhebliche Wirkungen entfaltet. Auch noch oder erst Tage danach. Google Ergebnisse liefern ebenfalls derartige Hinweise und Zusammenhänge. Ich hoffe es reguliert sich bald wieder. Ansonsten wie es Birthe schon rät, beobachten, notieren und den Neurologen kontaktieren.

Alles Gute - Herta
 
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